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Bittere Kreuzblume

(Polygala amara ssp. brachyptera)

V — VI Home Magerwiesen, Felsfluren
5 — 20 cm indigen LC
Blütenstand
Hemikryptophyt, mont. Die seitlichen Kelchblätter sind blau gefärbt und bilden länglich-eiförmige Flügel. Die Grundblätter bilden eine grundständige Rosette. Die Stängelblätter sind etwa in der Mitte am breitesten. Die kleinen Blättchen schmecken stark bitter. Volksarzneipflanze (Lit). Die Unterart kommt außerhalb des alpinen Naturraums nur im nördlichen Alpenvorland vor, ist aber dort vom Aussterben bedroht. Sie kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Vorarlberg vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Habitus
 
 
Standort
Aufnahmen: 30.04.2024 Veichltal
 
 
 
07.05.2011 Kasberg
 
Polygala amara
 
 
Polygala amara
09.06.2013 Loser

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1337. P. amara L. syst. ed. X. (Bittere K.)
Wurzel anfangs spindelig, dünn, später ästig, verholzend, einen Rasen niedergestreckter, fädlicher, beblätterter Stämmchen treibend. Stengel 2—6" hoch, fädlich, aufsteigend, oder die mittleren aufrecht und die äusseren liegend, einfach, sehr selten ästig, kahl oder feinflaumig. Blätter bitter, etwas scharf schmeckend, ganzrandig, grasgrün, zuweilen etwas blauduftig, kahl, die der Stämmchen rosettig, verkehrteiförmig oder spatelig, abgerundet stumpf, Stengelblätter kürzer und schmäler, lineallanzettlich oder keiliglänglich, spitz oder stumpf, Blüthen in endständiger, dünner, deckblättriger Traube. Deckblättchen zu 3, sehr klein, bald abfallend. Kronen an Grösse und Färbung sehr abändernd, so lang oder kürzer als die Flügel. Schiffchen mit einem kämmig vielspaltigen Anhängsel. Flügel länglich oder eiförmig, 3nervig. Seitennerven schwachaderig. Adern nicht netzig verbunden. Stiel des Fruchtknotens während des Aufblühens nur so lang als der Fruchtknoten. Das Kraut ist als ein sanft reizend tonisches Mittel gegen Verschleimungen der Luftwege officinell.
April — Herbst.


Aendert ab:

  • α grandiflora Neilr. (P. amara Jacq. — P. amarella Crantz.) Kronen 3—4''' lang, so gross als bei P. vulgaris, violettazurblau, seltener purpurn, rosenroth oder weiss.
  • β parviflora Neilr. (P. austriaca Crantz. — P. uliginosa Reichb. — P. amara Bot. Mag.) Kronen nur 1,5 — 2" lang, weiss oder weiss- und blaugescheckt oder violettazur. Stengel niedriger, zarter. Stengelblätter zuweilen stumpf.

Auf feuchten, sumpfigen oder torfigen Wiesen niedriger, gebirgiger und subalpiner Gegenden über Kalk oder mindestens kalkreicher Unterlage.

  • α Bis im höheren Joche der Kalkalpen, z. B. am Almkogel bei Weyer, im Kalkgerölle der kleinen Steyerling im Bodinggraben, im Wienerwege bei Michldorf und auf sämmtlichen Voralpenwiesen des Gebietes verbreitet. Mit sehr arm blättriger oder fehlschlagender Wurzelrosette auf Torf- und Moorwiesen der Hochebenen um Kirchschlag, Zwettl, Hellmonsödt, in der Kuned, zwischen 2000—3000' Höhe.
  • β Auf sumpfigen, torfhältigen Wiesen vorherrschend mit azurvioletten Blüthen gemein. Sehr häufig an den längs der Donau gelegenen Wiesen beim Fischer am Gries und auf der langen Wiese vor St. Peter, sehr häufig auf Moorwiesen um Kirchschlag, Hellmonsödt u. s. w. Seltener mit weissen Blüthen und vereinzelt unter var. a z. B. auf Wiesen nächst der Ueberfuhr zum Banklmayr."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 106), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 15.01.2026

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